Psychische Gesundheit

Informationen zur psychischen Gesundheit

Haben Sie sich in letzter Zeit häufig niedergeschlagen oder besorgt gefühlt?

Wir alle haben Probleme in unserem Leben, grosse und kleine, jeden Tag. Das ist ein normaler Teil des Lebens. Wenn wir jedoch Probleme ungelöst anhäufen, kann es überwältigend werden und unter anderem zu Depressionen oder Angsterkrankungen führen.

Knapp 5% der Schweizer Bevölkerung weisen eine starke und rund 13% eine mittelschwere psychische Belastung auf, was bedeutet, dass bei 18 von 100 Personen das Vorliegen einer psychischen Störung wahrscheinlich ist (Schweizerisches Gesundheitsobservatorium OBSAN, 2016).

Zu den häufigsten verbreiteten psychischen Belastungen zählen Depressionen und Angsterkrankungen. Dabei sind Depressionen oder Angsterkrankungen kein Ausdruck persönlicher Schwäche, sondern eine Krankheit. Denn eine Depression oder Angsterkrankung kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status.   

Die Symptome einer Depression sind vielfältig und reichen von gedrückter Stimmung, Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust bis hin zu vielfältigen körperlichen Symptomen wie Schlaflosigkeit, Appetitstörungen und/oder Schmerzzuständen. Sobald die Gefühle lange andauern, sich selbstständig machen und fast ins Unendliche steigern, bekommen sie Krankheitscharakter.

Bei der Angst ist es so, dass es keinen Menschen gibt, der frei von Angst ist. Nimmt die Angst jedoch ein übersteigertes Ausmass an, spricht man von einer Angsterkrankung. Bleibt eine Angsterkrankung unbehandelt, kann sich diese immer mehr verselbstständigen. Es kommt zur „Angst vor der Angst" (Erwartungsangst) und Angst auslösende Orte und Situationen werden vermieden.

Wie kann die psychische Gesundheit wiederhergestellt werden?

Depressionen und Angsterkrankungen sind Krankheiten, die gut behandelt werden können. Bewährt hat sich die Kombination von Psychotherapie, Massnahmen im sozialen Umfeld wie z.B. am Arbeitsplatz (Soziotherapie) und einer medikamentösen Therapie (Pharmakotherapie).

Oftmals stellt die Hausarztpraxis die erste und einzige Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Belastungen wie Depressionen und Angsterkrankungen dar. Hausärzte/innen sind somit Weichensteller für die Diagnostik, Therapie und Zuweisung zur spezialisierten Versorgung.

Das CoLiPri-Projekt knüpft genau an dieser Stelle an. Denn gerade im Behandlungsprozess kann es wichtig sein, dass verschiedene Berufsgruppen Hand in Hand arbeiten und es dabei eine “Vernetzung“ der Behandlung gibt. Dabei zielt das Projekt darauf ab, psychische Belastungen früher zu erkennen, um Ihnen als Patient/in eine zeitnahe und fachgerechte Behandlung anbieten zu können.

Kommen Ihnen die oben erwähnten Symptome bekannt vor oder leiden Sie unter ähnlichen Symptomen? Dann sprechen Sie bitte Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt darauf an und informieren diese/diesen mittels diesem Flyer (PDF, 728 KB) über die Teilnahme am CoLiPri-Projekt.